Nach 2:0 Führung: Bitteres Pokalaus im Elfmeterschießen

Was für ein Wechselbad der Gefühle! Es war das erwartet hitzige Spiel gegen Dynamo Dresden. Leider mit dem aus Leipziger Sicht falschen Ergebnis. Nachdem es anfangs ordentlich hin und her ging, belohnte sich RB Leipzig nach einer guten viertel Stunde mit der Führung durch Sabiter, war dann allerdings nicht zwingend genug, teilweise noch nicht gut abgestimmt und nicht zuletzt auch etwas glücklos. Dass es dann in der 45. Minute einen Handelfmeter für RB gab, den Kaiser sicher verwandelte, schien das Weiterkommen in erreichbare Nähe zu rücken.

Dass dann in der 47. Minute allerdings auch Dresden zu seinem Elfer kam und Kutschke diesen sicher verwandelte, machte alles doch wieder etwas fragiler und das Herz aktiver. Zwar gab es immer mal wieder mMöglichkeiten, die Führung wieder auszubauen, aber meistens passte es dann im Strafraum nicht mehr und Dresden hatte eine starke Phase, bei der man merkte, wie die Rasenballer ins Schwimmen kamen.

In der 78. Minute war es dann soweit, Leipzig schaffte vorübergehend die Defensivabteilung komplett ab und wieder war es Kutschke, der zum 2:2 Ausgleich abschloss. Seinen Jubel vor den Leipzigern hätte er sich sparen können, aber sei es drum. Sympathiepunkte hat er in dieser Partie auf Leipziger Seite sicher nicht gesammelt.

Es ging also in die Verlängerung und wirklich besser wurde das Spiel dadurch nicht. Auf Leipziger Seite Scheiterten Poulsen und Kaiser am Dresdner Keeper, in der 113. hatten die Dresdner in Person von Gogia den Führungstreffer auf dem Fuß. Den Schuss lenkte Halstenberg aber noch entscheidend ab und neben das Tor.

Dann noch ein Abseitstor auf Leipziger Seite von Werner, der wunderbar von Kalmár (der ja bekanntlich keine Chance auf Einsätze in der ersten Mannschaft hat, sich aber wieder sehr engagiert zeigte) bedient wurde. Es sollte einfach nicht sein und so ging es ins Elfmeterschießen.

Hier nun wurde ausgerechnet Kaiser zur tragischen Figur. Der Kaiser, der in der 45. Minute noch sicher verwandelt hatte, scheiterte bei Schuss Nummer 4 nun an Schwäbe, dem Dresdner Keeper, nachdem vorher alle Elfer verwandelt worden waren. Ab diesem Moment blieb nur die Hoffnung, dass auch ein Dresdner verschießen würde. Dies passierte aber nicht.

Somit kommt Dresden mit 7:6 n.E. in Runde zwei des Pokals und Leipzig ist wieder einmal ausgeschieden. Bitter daran vor allem, dass man bereits gut führte, aber scheinbar sorgte das zu zeitig bei der Mannschaft für eine trügerische Sicherheit.

Als letztes Testspiel vor der Bundesligasaison sicher nicht schlecht, aber es bleibt festzustellen, dass es gerade in der Defensive noch einige Baustellen gibt und auch in der Offensive noch an einigen Stellschrauben gedreht werden muss.

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vonStein

Macht Fotos, lebt in Leipzig, redet wirr und mittlerweile auch über Fußball. Igitt!

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