#WOBRBL Bullen machen Wölfe platt

Vor dem Spiel war nicht so recht klar, in welche Richtung das Pendel wohl ausschlagen würde. Dass am Ende ein Sieg der Leipziger steht, ist überraschend wie gerechtfertigt zugleich. Denn über weite Strecken, insbesondere in der zweiten Halbzeit waren die Roten Bullen die klar dominierende Mannschaft. Nach Spieltag sieben auf Platz drei zu stehen ist schon ein ordentliches Pfund. Und dass Wolfsburg jetzt mit Rang 14 in der Nähe der Abstiegszone hängt, ist äußerst überraschend.

Ins Spiel gegangen waren die Rasenballer wieder einmal ohne Kaiser, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Allerdings kam er schneller zu seinem Einsatz, als geplant. Nachdem Sabitzer bei einem Zweikampf unglücklich auskam und sich den Fuß umknickte, ging es für ihn nicht weiter. Also durfte nach einer guten viertel Stunde Domme ins Spiel eingreifen.

Zu diesem Zeitpunkt war schon sichtbar, dass den Wolfsburgern ein wenig die Ideen fehlten, wenn es darum ging, die Leipziger Defensive zu knacken und sie auch ein wenig überfordert waren von den stets und ständig aggressiv pressenden Leipzigern. Als dann auch noch kurz drauf Werner von Casteels im Strafraum von den Beinen geholt wurde und der fällige Elfmeter gepfiffen wurde. Schien es, als könnte bereits der erste Grundstein für einen Sieg gelegt werden. Forsberg trat an, Casteels sprang in die falsche Ecke, aber der Ball flog einen Meter links am Kasten vorbei. Da sah unser Schwede sehr unglücklich aus.

Erfreulich aber, dass die Mannschaft von Ralph Hasenhüttel nun aber scheinbar den Jetzt-erst-recht-Knopf drückte und immer wieder Druck auf die Niedersachsen machte. Trotzdem ging es mit 0:0 in die Pause. Und das war für die Wölfe doch recht schmeichelhaft.

Nach der Pause ging es weiter wie vorher, es wurde gefightet, aber immer wieder blieben hier wie da die Mannschaften in der Abwehr hängen. In der 69. Minute dann Gelb für Halstenberg und wenig später leitet Forsberg eine Bilderbuchaktion vor. Ball auf links außen, er selbst zieht in die Mitte, steht völlig frei, bekommt den Ball wieder und zieht völlig humorlos zum 1:0 ab. Den Elferlapsus somit in der 71. Minute mehr als wieder gut gemacht.

Und diesmal drängten die Leipziger weiter auf Tor Nummer zwei. Während Wolfsburg nun phasenweise völlig den Faden verlor, gelang es den Leipzigern immer wieder höchsten Druck aufzubauen. Burke (80.) und Keïta (87.) kamen für Poulsen und Forsberg in der Endphase in die Partie und sorgten zusätzlich noch mal für Furore und mit dem Schotten hatten die Sachsen das 2:0 in der 90. Minute auf dem Fuß, doch Casteels fischte die Kugel aus der Luft und man kämpfte sich durch die letzten drei Minuten Nachspielzeit.

Am Ende stand also ein sehr verdientes 1:0, was durchaus hätte höher ausfallen können. Dann wäre RB sogar auf Platz zwei in der Tabelle geklettert, so ist man aufgrund der Tordifferenz punktgleich mit Köln auf drei. Aber selbst das ist eigentlich unglaublich. Denn ganz ehrlich: Wer hätte damit gerechnet? Ich jedenfalls nicht.

Am Rande noch die Erkenntnis, dass die Leipziger Fans mehr Stimmung machten als die Wolfsburger und im TV fast durchweg zu hören waren, während man sich manchmal fragte, ob die Wölfe ihren Anhang vor Ort hatten.

Weitere Randnotiz: Sabitzer zum Ende der zweiten Halbzeit mit Krücken auf der Wechselbank. Hoffen wir, dass nichts Schlimmeres mit dem Fuß ist. Denn gerade sein Einsatz für die Mannschaft ist nie zu unterschätzen.

Und jetzt aalen wir uns eine Woche lang im Ruhme des Bayern-Jäger-Lichtes. Was für ein Wochenende!

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vonStein

Macht Fotos, lebt in Leipzig, redet wirr und mittlerweile auch über Fußball. Igitt!

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Guter Blog kurz nach Abpfiff.
1. Hz kommt mir nur zu gut weg. Die Arbeit gegen den Ball war Klasse, aber nach vorn sehr ungestüm.
Dafür die anderen 45 Minuten richtig stark in der Offensive!
Im Nachgang wirklich besser, daß Burke nicht das 2:0 gemacht hat. Lieber Köln als Bayernjäger 😉

Ja, gut möglich, dass da ein wenig die rosarote Brille auf HZ1 blickt. Aber Wolfsburg war eben auch nicht sonderlich zielstrebig unterwegs. Und insofern schon durchaus nicht unschmeichelhaft das 0:0 zur Pause.

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