Gute Freunde kann niemand trennen: Poulsen und Selke schießen Leipzig zum Sieg

Kann ein Spieltag noch spannender werden? Nürnberg verliert zu Hause gegen den Tabellenletzten und Leipzig muss „nur noch“ gewinnen, um den Abstand auf Platz drei bei noch fünf verbleibenden Spielen auf sechs Punkte zu erhöhen. Und was machen die Jungs vom – Zitat des eloquenten Skykommentators – RB aus Leipzig? Sie geraten erstmal in Rückstand. Und wie! Da spielen sie erstmal 40 Minuten lang, als wollen sie einfach nicht in die Bundesliga.

Als Rangnick recht frühzeitig Ilsanker brachte, dachte ich nach dessen letzen Auftritten auch noch „na prima!“, allerdings war die Entscheidung genau die richtige. Das Spiel wirkte direkt sortierter. Dass Poulsen quasi mit dem Halbzeitpfiff auch noch den Ausgleich schoss, deutete schon mal in die richtige Richtung.

Zur Halbzeit der Wechsel Bruno raus und Selke rein erwies sich als weiteres perfektes Puzzleteil im Rangnick-Plan. Denn schon kurz nach Wiederanpfiff legte Poulsen Selke den Ball perfekt auf den Fuß, so dass dieser nur noch einschieben musste. 2:1 und Düsseldorf sackte etwas zusammen. Zwar versuchten sie nach wie vor Druck zu machen, der gute Eindruck der ersten Halbzeit war aber verflogen.

Dass sich Selke nach einer Ecke für Poulsens Vorlage revanchierte und wiederum ihm einen Ball auflegte, den der Däne zum 3:1 verwandelte, setzte dem Spiel das Krönchen auf und der Sack war zu. Sicherlich wären ein paar Tore mehr gut für die Tordifferenz gewesen, aber wir wollen ja mal nicht undankbar sein.

Bei jetzt noch fünf zu spielenden Partien sind also noch 15 Punkte zu holen. Der Abstand auf den vierten Platz beträgt genau diese 15 Punkte. Der Relegationsplatz ist also quasi gesichert. Auch wenn natürlich im schlimmsten aller Fälle (Leipzig verliert alle Spiele, Bochum gewinnt alle Spiele) bei Punktgleichheit der VfL aufgrund der besseren Tordifferenz an RB vorbeiziehen könnte. Doch das halte ich für ausgeschlossen.

Für den direkten Aufstieg reichen nun also drei Siege und ein Unentschieden, sofern Nürnberg die restlichen Spiele allesamt gewinnt. Das sollte doch machbar sein, oder? Auf jeden Fall ist jetzt erstmal wieder etwas mehr Luft, womit das Ziel jetzt klar Aufstieg sein muss und eigentlich sollte es jetzt zum Angriff auf die Meisterschaft gehen.

Kleine Randbemerkung noch zu den Düsseldorfer Fans. Ganz kreativ haben sie während des Spiels bei jedem Ballkontakt der Leipziger ihre Trillerpfeifen ausgepackt und gelärmt. Kannte man ja schon aus Bielefeld und hat die Mannschaft nicht sonderlich interessiert. Nur als Zuschauer war der Nervfaktor enorm. Ebenso zuckte ich jedes Mal zusammen, wenn Marcus Lindemann bei Sky vom „RB aus Leipzig“ sprach. Und das tat er oft. Sagt ihm mal jemand, dass er das „aus“ gern weglassen darf? Vielen Dank!

Und jetzt: Spitzenzweiter, Spitzenzweiter, hey hey!

Bildnachweis:

  • Düsseldorf vs RB Leipzig: Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
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vonStein

Macht Fotos, lebt in Leipzig, redet wirr und mittlerweile auch über Fußball. Igitt!

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